Warum du am besten auswendig spielst – und auf Noten verzichtest

Hast du schon einmal erlebt, dass du auf einer Feier oder in einer geselligen Runde mit deiner Harmonika aufspielen wolltest, aber deine Noten vergessen hast? Oder warst du frustriert, weil du beim Spielen ständig auf die Noten schauen musstest und nicht frei musizieren konntest? Dann ist es Zeit für dich, einen neuen Weg kennenzulernen, mit dem solche Situationen der Vergangenheit angehören!

Inhalt

Der mühsame Weg, ein Stück zu lernen

Wenn du ein Stück zunächst nach Noten oder Griffschrift gelernt hast, musst du immer diese 3 Schritte durchlaufen, um es letztendlich auswendig spielen zu können:

#1 Methode lernen

Zuallererst musst du dich mit der Methode vertraut machen und sie erlernen, um aus den Symbolen Klang zu erzeugen. Das erfordert Zeit und Geduld – Zeit, die du lieber zum Spielen von Stücken nutzen könntest. 😉

#2 Griffe lernen

Anschließend lernst du das Stück. Griff für Griff stotterst du langsam dahin. Meist hast du nicht im Ohr, wie es klingen wird. Oftmals schaust du in einer „Grifftabelle“ nach, damit du den nächsten Griff findest. Gleichzeitig musst du dir aber auch den Rhythmus im Kopf durchdenken, während du in der Zwischenzeit schon wieder vergessen hast, wo der Griff war, den du dir abgeschaut hast. Das kann frustrierend sein … 

#3 Von Noten bzw. Griffschrift wegkommen

Schließlich kommst du zum letzten und schwierigsten Schritt: wieder von den Noten bzw. der Griffschrift wegkommen.

Zur Orientierung sind Noten und Griffschrift praktisch, jedoch kann es schnell passieren, dass du von ihnen abhängig wirst. Und das macht alles andere als einen guten Musikanten aus.

Ein guter Musikant ist jemand, der die Musik immer im Kopf hat und sie in jeder Situation zum Besten geben kann. Sei es auf einer Garagenparty, auf einer Almhütte, im Gasthaus oder zu Hause bei der Familie. 

Zwischen ihm und seinem Publikum steht kein Notenständer. Er konzentriert sich ganz auf die Musik und begeistert die Zuhörer, ohne sich Gedanken über die Umwandlung von Noten in Klänge machen zu müssen. Er spielt die Musik mit Gefühl und wenn sich mal ein kleiner Fehler einschleicht, spielt er einfach souverän über diesen hinweg.

Ein geschätzter Musikant spielt einfach auswendig.

Punkt.

Vielleicht hast du das bisher noch nicht versucht oder findest es schwierig, ein Stück, das du mit Noten kennst, komplett auswendig zu spielen, ohne einen kurzen Blick ins Heft zu werfen. Das kann ich verstehen, schließlich hast du es bis jetzt nur so gelernt.

Das heißt aber nicht, dass es so bleiben muss. Es gibt auch einen einfachen und angenehmen Weg, ein Stück zu lernen:

Der einfache Weg, ein Stück zu lernen

Eine noch einfachere Methode ein Stück zu lernen besteht darin, die obigen drei Schritte zu überspringen:

❌ Das Lernen der Methode

❌ Das Lernen eines Stückes

❌ Das Wegkommen von den Noten

Du ersparst dir von Anfang an das mühevolle Notenlesen und Einarbeiten in eine Lernmethode. Stattdessen spielst du neue Stücke direkt auswendig und konzentrierst dich darauf, wie es klingt.

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie das überhaupt möglich ist … ich verrate es dir:

Die älteste Lernmethode der Welt

Es gibt eine Lernmethode, die du schon seit deiner Kindheit gemeistert hast: das Vorzeigen/Nachmachen.

Als Säugling und Kleinkind hast du die Laute, die von deinen Eltern oder anderen Erwachsenen gehört hast, nachgeahmt. Du hast auch die Mundbewegungen beobachtet und versucht, sie nachzumachen. Diese Vorgehensweise hat dir geholfen, die richtige Aussprache der Laute zu erlernen.

Genau nach diesem Prinzip bringen wir dir in unseren Lernvideos bei der Quetschn Academy Stücke bei. Die Videos sind so aufgebaut, dass du Schritt für Schritt siehst, welcher Griff wann kommt, sodass du ihn einfach auf deiner Harmonika nachmachst. Außerdem trainierst du von Anfang an deine Ohren und lernst in kurzer Zeit, ein Stück auswendig zu spielen.

Das heißt, du brauchst weder Noten noch Griffschrift lernen – denn die Musik, die soll aus dem Herzen kommen! Und dann hast du sie auch immer mit dabei. Du kannst dann an jedem Ort Stücke frei spielen.

So sieht übrigens ein Lernvideo in der Academy aus:

Worauf wartest du noch? Auf geht’s!

Stücke auswendig zu spielen ist neben dem Zusammenspiel beider Hände eine wichtige Fähigkeit für jeden Harmonikaspieler, der als echter Musikant wahrgenommen werden möchte.

Es erleichtert das Musizieren, da du dich voll und ganz auf die Musik und die Darbietung konzentrieren kannst, ohne ständig auf die Noten schauen zu müssen. Dadurch kannst du die Emotionen des Stücks besser vermitteln und einen souveränen sowie selbstbewussten Auftritt hinlegen!

Kurz gesagt: Es wird einfacher und angenehmer und das auswendige Spielen macht mehr Spaß.

Ich hoffe, dass dich dieser Beitrag inspiriert hat, auswendig nach Gehör zu spielen und du viele schöne Erlebnisse mit deiner Harmonika haben wirst.

Und für den Fall, dass du es gleich ausprobieren möchtest, schau doch mal auf unserer Seite vorbei. Hier kannst du unsere Lernplattform 7 Tage lang für nur 7 € testen.

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