Begleiten: Was ist beim Zusammenspiel von zwei Harmonikas zu beachten?

Wenn du dich jemals gefragt hast, wie du mit einem Freund zusammen spielen kannst, um eine Gaudi zu haben, dann bist du hier genau richtig! In diesem Beitrag erfährst du die 5 wichtigsten Voraussetzungen, die beim Begleiten gegeben sein müssen sowie wertvolle Tipps, damit es am Ende auch gut klingt.

Inhalt

Musik verbindet Menschen auf eine einzigartige Weise und öffnet Türen zu endlos vielen kreativen Möglichkeiten. Eine besonders coole ist das Zusammenspiel zu einer anderen Harmonika – auch genannt: Begleiten. Gemeint ist, wenn ein Instrument die Hauptstimme spielt (die Melodie) und das andere eine ergänzende Begleitung.

Voraussetzung #1: Gleiche Harmonika-Stimmung

Um gemeinsam spielen zu können, müssen beide Harmonikas die gleiche Stimmung haben, weil die Töne zusammenpassen müssen. Eine BEsAsDes hat andere Töne als eine GCFB (die Großbuchstaben stehen hier jeweils für Tonarten).

Voraussetzung #2: Kenne das Stück

Dadurch findest du dich besser zurecht, erkennst Zusammenhänge leichter und kannst voraus hören, welcher Griff als Nächstes passt.

Voraussetzung #3: Miteinander und nicht gegeneinander

Beim Begleiten ist es wichtig, dass dein Mitspieler die Hauptstimme hat und du lediglich unterstützt. Du trägst dazu bei, dass das Gesamtklangbild interessanter wird. Spiele nicht stur ein Begleitschema mit hoher Lautstärke, um zu zeigen, dass du begleiten kannst. Stattdessen solltet ihr gemeinsam spielen und aufeinander eingehen.

Voraussetzung #4: Sammle Praxiserfahrung

Übe das Begleiten zu Beginn für dich selbst mithilfe unserer Lernvideos oder auf YouTube. Sobald du dich sicher fühlst, nutze jede Gelegenheit, um praktische Erfahrung mit echten Menschen zu sammeln und zusammenzuspielen, beispielsweise bei einem Musikanten-Stammtisch.

Empfehlung: Tritt unserer Facebook-Gruppe „Quetschn Familie“ bei. Dort kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen, aber auch schauen, ob jemand einen Stammtisch in deiner Nähe veranstaltet, zu dem du hingehen kannst.

Voraussetzung #5: Verstehe die Theorie

Noch einfacher wird es beim Begleiten für dich, wenn du die Theorie verstehst. Das beinhaltet die Griffauswahl, Spieltechniken und das Verständnis von rhythmischen Mustern.

Folgende Fragen werden auftauchen:

  • Wann kommt Zug oder Druck zum Einsatz?
  • Wann spiele ich welche Griffe?
  • Wann spiele ich einen Nachschlag?
  • Was spiele ich beim Schluss?

Bonus-Tipp: Lasse dich von guter Musik inspirieren. Sammle Ideen von anderen, was beim Begleiten gut klingt, und integriere diese in dein eigenes Spiel.

Du weißt nun, worauf es abseits der richtigen Töne beim Zusammenspiel von zwei Harmonikas wirklich ankommt: gemeinsames Musizieren und eine gute Vorbereitung durch Praxis.

Vielleicht bist du schon ein erfahrener Harmonikaspieler und hast das Begleiten bereits verstanden. Vielleicht bist du aber auch neu in diesem Thema. In dem Fall empfehlen wir dir unseren Begleitkurs, der übrigens in der Mitgliedschaft enthalten ist.

Dort lernst du Schritt für Schritt die Grundlagen des Begleitens von Anfang an, wie zum Beispiel die richtigen Griffe oder passende rhythmische Begleitmuster. So hast du einen guten Einstieg und kannst sofort loslegen. Weitere Informationen dazu findest du hier.

Thomas Holzer kniet mit seiner Steirischen Harmonika

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