„Heute Abend komme ich zum Harmonikaüben!“ – Ein Satz, den wir alle kennen. Und dann kommt das Leben dazwischen … 😅
Der Nachbar schaut vorbei.
Das Abendessen dauert länger.
Der Haushalt meldet sich.
Plötzlich ist es spät, draußen dunkel und die Couch gewinnt. 😄
Kommt dir das bekannt vor? 😉
Der gute Vorsatz, regelmäßig zu üben, geht im Alltag unter. Am Ende des Tages fühlt es sich so an, als wäre keine Minute mehr für die Harmonika übrig.
Aber weißt du was?
Oft liegt es gar nicht an der Zeit – sondern daran, wie wir über Zeit denken …
Der größte Irrtum beim Harmonikaüben mit wenig Zeit
Viele glauben: „Wenn ich nicht mindestens eine Stunde Zeit habe, brauche ich gar nicht erst anzufangen.“
Genau das ist der Denkfehler.
Denn beim Musizieren zählt nicht, wie lange du spielst – sondern wie bewusst.
15 Minuten bewusst Harmonika üben bringen dich weiter als eine Stunde planloses Dahinspielen. Dein Gehirn lernt in kurzen, fokussierten Einheiten am effektivsten. Die Konzentration ist hoch, und du speicherst das Gelernte viel besser ab.
→ 5x pro Woche 15 Minuten = 75 Minuten echte Lernzeit!
Das ist 10x wertvoller als eine lange Einheit, bei der die Gedanken schon nach der Hälfte woanders sind.
Wo deine Zeit wirklich bleibt …
Mal ehrlich: Wie oft scrollst du „nur kurz“ durch Instagram oder Facebook und schickst lustige, aber eigentlich unnötige Videos weiter? 😀
(👋 Ich ertappe mich hier bei auch immer wiede.)
Diese Momente summieren sich. Nutze nur einen Teil davon zum Harmonikaüben. Du hättest locker über 100 Minuten mehr Zeit pro Woche – ganz ohne Stress.
Tipp vom Profi: Thomas hat dazu ein geniales Video gemacht. Er zeigt dir darin ganz konkret, wie du das Harmonikaspielen in deinen Alltag einbauen kannst, selbst wenn du denkst, es bleibt keine Zeit.
So werden 15 Minuten zu deinem größten Fortschritt (3 Sofort-Tipps)
Tipp 1: Mach’s dir leicht
Stell deine Harmonika dorthin, wo du sie siehst und griffbereit hast!
Nicht im Koffer.
Nicht im letzten Eck des Zimmers.
Am besten dort, wo du täglich vorbeigehst. Was man sieht, daran denkt man. 😉
Und oft reicht schon der Gedanke: „Ach komm, nur ein Stück!“
So werden aus 5 Minuten plötzlich 15 – und das ganz ohne Druck.
Tipp 2: Übe mit einem klaren Ziel
Es gibt einen Unterschied zwischen „ein Stück lernen“ und „ein Stück üben“. Lernen bedeutet, dass du ein neues Stück beginnst und zuerst Teil 1, Teil 2 und Teil 3 lernst. Dann hast du die Griffe gelernt. Beim Üben machst du das Stück sicher. Du festigst die Griffe. So klingt es am Ende richtig gut.
Mein Tipp: Setz dir ein klares Ziel für deine 15 Minuten.
Das könnte zum Beispiel so aussehen:
Woche 1 (Festigen): Nimm dir jeden Tag nur einen Teil eines Stücks vor, der noch nicht sitzt. Spiele ihn langsam, sauber und sicher. Morgen kommt der nächste Teil dran.
Woche 2 (Ausdruck): Konzentriere dich nur darauf, mit mehr Gefühl zu spielen. Baue bewusst Verzierungen oder Bassläufe ein. Es geht nicht um Perfektion, sondern um den Ausdruck.
Tipp 3: Entwickle eine feste Harmonika Übe-Routine auf
Bei einer vergangenen Planungswoche mit dem Team haben wir eine spannende Aktivität gemacht: Eisbaden. Und der Kursleiter hat uns erzählt, dass unser Gehirn im Schnitt etwa 66 Tage für eine neue Gewohnheit braucht. Das ist bei jedem etwas anders, aber ein guter Anhaltspunkt.
Behandle das Harmonikaüben deshalb wie Zähneputzen. Nicht verhandelbar! 😆 Nach ein paar Wochen ist es Routine. Die Ausrede ‚keine Zeit‘ zieht dann nicht mehr.
Und da wir gerade beim Thema Routine sind: In unserem kostenlosen PDF teilen wir 5 Tipps, um das Harmonikaspielen wieder regelmäßig in deinen Alltag einzubauen und deine Ziele zu erreichen. Wenn das für dich interessant klingt, kannst du es dir hier herunterladen.
Beim Harmonikaüben macht die Regelmäßigkeit den Meister, nicht die Zeit
Kein Harmonikaspieler ist perfekt. Aber die, die wirklich vorankommen, haben eines gemeinsam: Ihr Erfolg beim Harmonikaüben basiert auf Regelmäßigkeit und einem gescheiten Weg, nicht auf endlosen Stunden.
Deine Aufgabe: Probiere es selbst aus! Nimm dir für die nächste Woche jeden Tag nur 15 Minuten Zeit. Trage dir, wenn möglich, eine Erinnerung in deinen Kalender ein, wie einen festen Termin, den du einhalten musst. – Oder stelle dir einen Wecker ein.
Du wirst erstaunt sein, wie viel weiter dich das bringt als die eine lange, aufgeschobene Stunde am Wochenende.


